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Forderungsmanagement
Strategien gegen offene Forderungen
Strategien gegen offene Forderungen
Das Leid mit den unbezahlten Rechnungen: Auch wenn sich das Zahlungsverhalten privater und öffentlicher Kunden
statistisch leicht gebessert hat, leiden viele kleine und mittlere Unternehmen weiterhin darunter, dass ihre Rechnungen
oftmals zu lange unbezahlt bleiben. Fast ein Drittel der Auftraggeber zahlt seine Rechnungen nicht fristgerecht. Nicht
wenige Unternehmen geraten dadurch in finanziell schwieriges Fahrwasser. Die oftmals hohen Außenstände, laut
Creditreform hat fast jedes fünfte kleinere und mittlere Unternehmen Forderungsverluste von mehr als einem Prozent zum
Umsatz, wirken sich negativ auf die Liquidität der Unternehmen aus. Im schlimmsten Fall geraten die Gläubiger wegen
ihrer hohen Außenstände selbst in Zahlungsschwierigkeiten.
Ein weiterer Grund, warum kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Höhe ihrer offenen Forderungen minimieren
sollten, sind die neuen Eigenkapitalrichtlinien nach Basel II, die Ende des Jahres umgesetzt werden. Vor allem KMU
müssen sich dann den veränderten Gegebenheiten anpassen und sich einer Bonitätsprüfung unterziehen. Ein erheblicher
Bestand an offenen Forderungen würde sich dabei negativ auf das Ergebnis der Prüfung auswirken und die Chancen des
Unternehmens verschlechtern, Fremdkapital zu günstigen Konditionen zu bekommen.
Mit einer Reihe externer Dienstleistungen können KMU ihre Geschäftsbeziehungen kalkulierbarer gestalten. Dazu
gehört, dass Unternehmen vor dem Beginn neuer Geschäftsbeziehungen die Bonität des potenziellen Neukunden, privat oder
gewerblich, überprüfen lassen, damit sie später keine bösen Überraschungen erleben. So lassen sich Forderungsausfälle
im besten Fall von vornherein verhindern. Über die bundesweit 130 Creditreform Geschäftsstellen können aus Datenbanken
Bonitätsauskünfte zu 3,6 Millionen deutschen Unternehmen und mehr als 19 Millionen Bundesbürgern eingeholt werden.
Inkasso
Bleiben Rechnungen trotzdem unbezahlt, können professionelle Inkasso-Dienstleister wie Creditreform dafür sorgen,
dass die Unternehmen nicht auf ihren offenen Rechnungen sitzen bleiben. Im kaufmännischen Mahnverfahren wird dabei
versucht, den Schuldner durch individuelles Mahnen außergerichtlich zu einer Zahlung zu bewegen.
Nach der Übermittlung der Rechnungsdaten werden alle Informationen in die Datenverarbeitung aufgenommen, die durch
modernste, ständig weiterentwickelte Inkasso-Software unterstützt wird. Gleichzeitig werden über die bereits erwähnten
Datenbanken die wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners ermittelt. Der Vorteil dieser integrierten Bonitätsprüfung
für den Kunden liegt auf der Hand: Die Realisierungsaussichten der Forderungen werden im Vorfeld des eigentlichen
Inkasso-Prozesses überprüft. Im Anschluss werden die Schuldner gemahnt. Vielfach zahlen sie bereits, wenn sie erkennen,
dass die Forderung an ein professionelles Inkasso-Unternehmen abgegeben wurde, weil der Auftraggeber dadurch deutlich
macht, dass er nicht gewillt ist, auf sein Geld zu verzichten. Dem ersten Mahnschreiben folgen erforderlichenfalls
weitere. Die konkrete Mahnfolge wird mit dem Gläubiger besprochen, der dadurch immer Herr des Verfahrens bleibt. Eine
immer größer werdende Bedeutung erlangt das Telefoninkasso. Über den direkten Kontakt mit dem Schuldner wird versucht,
gemeinsam mit ihm seine finanziellen Verhältnisse zu klären und einen Weg zu finden, wie er seine Schulden begleichen
kann. Der Mitarbeiter des Inkasso-Dienstleisters nimmt so die Position eines neutralen Dritten ein, der vermittelnd
tätig wird.
Kommt es nicht zu einer Einigung, wird gegen den Schuldner das gerichtliche Mahnverfahreneingeleitet. Dabei arbeitet
Creditreform mit spezialisierten Vertragsanwälten zusammen, um ein Urteil gegen den Schuldner zu erwirken. Creditreform
übernimmt den Schriftwechsel mit dem Anwalt und sämtliche finanziellen Abwicklungen. Im Zwangsvollstreckungsverfahren
wird das Urteil, das im Gerichtsverfahren erwirkt wurde, zwangsweise durchgesetzt. Ist der Schuldner zahlungsunfähig,
kann im Überwachungsverfahren beobachtet werden, ob der Schuldner wieder zu Vermögen kommt, um das Urteil in diesem
Fall doch noch vollstrecken zu können. Titel behalten 30 Jahre ihre Gültigkeit, so lange kann aus ihnen vollstreckt
werden. Hat der Schuldner eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, kann Creditreform anhand der Datenbank
kontrollieren, wann der Schuldner wieder zu Geld kommt. Sobald berufliche oder finanzielle Veränderungen stattfinden,
die auf eine Besserung der finanziellen Lage des Schuldners schließen lassen, wird ein erneuter Vollstreckungsversuch
unternommen.
Zu den Kosten
Die Kosten für die Inkasso-Dienstleisungen von Creditreform setzen sich aus dem Bearbeitungsentgelt und der
Erfolgsprovision zusammen. Den größten Teil der anfallenden Kosten macht dabei die Bearbeitungsvergütung aus. Die
Bearbeitungsvergütung gehört zum Verzugsschaden, das ist der Schaden, der dem Gläubiger entsteht, weil der Schuldner
nicht rechtzeitig zahlt. Auch die Beauftragung eines Inkasso-Unternehmens fällt darunter. Den Verzugsschaden –
und damit auch die Bearbeitungsvergütung – muss der Schuldner dem Gläubiger ersetzen. Nach Abschluss des
Verfahrens erstellt Creditreform eine Endabrechnung, bei länger dauernden Verfahren auch Zwischenabrechnungen. Im
Überwachungsverfahren bei alten Titeln trägt Creditreform das Kostenrisiko. Im Erfolgsfall erhält Creditreform 50
Prozent der Forderung (nach Deckung der Auslagen), im Negativfall geht auch Creditreform leer aus.
Weitere Informationen
Informationen über die Inkasso-Dienstleistungen von Creditreform finden Sie in der Rubrik Forderungsmanagement.
Weitergehende Fragen zu Mitgliedschaft, Produkten, Leistungen und Preisen werden gerne von den Mitarbeitern des jeweils
regional zuständigen Vereins Creditreform beantwortet, der über das Online-Ortsverzeichnis zu
finden ist.
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