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Vorsicht Falle: Firmenauskünfte einholen bei Auftraggebern aus Großbritannien
Vorsicht Falle: Firmenauskünfte einholen bei Auftraggebern aus Großbritannien
Neuss, 24.06.2005
Die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer warnt vor betrügerischen Warenbestellungen aus Großbritannien.
Die Betrüger benutzen für solche Bestellungen meistens Namen und Logos seriöser britischer Firmen, geben aber falsche
Lieferadressen und Telefonnummern an. Diese Angaben lassen sich leicht überprüfen: mit einer Auslands-Auskunft über das
betreffende Unternehmen. Unternehmensauskünfte aus allen Ländern der Welt können direkt beim Verband der Vereine
Creditreform bestellt bzw. abgerufen werden. Wer die Angaben in Bestellung und Auskunft abgleicht und mit dem
Unternehmen persönlichen Kontakt aufnimmt, wird schnell herausfinden, ob eine Bestellung echt oder fingiert ist.
Die betrügerischen Bestellungen zeichnen sich oft durch die folgenden Merkmale aus:
- Den Bestellungen liegen häufig gefälschte Überweisungsbelege britischer Großbanken bei, um dem Geschäftspartner
eine bereits veranlasste Zahlung aus Großbritannien vorzugaukeln;
- die Bestellungen sind angeblich eilbedürftig;
- Verhandlungen über Preis und Qualität sind selten;
- bestellt wird in erster Linie Computer-Hardware, allerdings stehen auch andere Güter auf der Liste der
Betrüger;
- die angegebenen Telefonnummern sind oft 07-er Nummern, die in Großbritannien für Mobiltelefone reserviert
sind.
Rechtsanwältin Angelika Baumgarte, Leiterin der Rechtsabteilung der Deutsch-Britischen Kammer, warnt:
„Deutsche Geschäftsleute vergessen bei Bestellungen aus dem Ausland häufig, dass ihnen einige Möglichkeiten zur
Verfügung stehen, um ihr Risiko zu reduzieren. Gerade bei angeblich eiligen Bestellungen von Firmen, mit denen bislang
noch kein Geschäftskontakt bestanden hat, sollten Vorsichtsmaßnahmen auf jeden Fall in Erwägung gezogen
werden.“
Wer unliebsame Überraschungen vermeiden und bei Bestellungen aus Großbritannien auf Nummer sicher gehen will, der holt
eine Auskunft über das betreffende Unternehmen ein. In der Online-Datenbank von Creditreform sind Auskünfte über rund
20 Millionen Unternehmen in Europa erfasst. Unternehmen, die nicht erfasst sind, werden auf Kundenanfrage einzeln
recherchiert. Eine Auskunft von Creditreform enthält in übersichtlicher und präziser Form alle wichtigen Daten eines
Unternehmens. Steht dort etwa als Unternehmenssitz Manchester, in der verdächtigen Bestellung aber ist Liverpool als
Lieferadresse angegeben, dann ist allerhöchste Vorsicht geboten. Wenn dann auch noch Telefon- oder Faxnummern
abweichen, dann lässt das nichts Gutes ahnen. Am besten setzen sich betroffene Firmen mit den „echten“
Unternehmen in Verbindung, überprüfen die Bestellung und legen den Gaunern so ihr kriminelles Handwerk.
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